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Kleiner Priel, 2136 m

Der Wächter über dem Stodertal

Wanderweg - Kleiner Priel Gehzeit:
Aufstieg 4,5–5 h, Abstieg 3 h.

Charakter:
lange und anspruchsvolle Bergtour,
die sehr gute Kondition, Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit erfordert.

Ausgangs-/Endpunkt:
Hinterstoder, 591 m,
Parkplatz bei der Feuerwehr.

Rastmöglichkeiten:

unterwegs keine, Gasthöfe und
Cafés in Hinterstoder.

Wanderinformation



Wegbeschreibung:
Hier klicken um die Karte zu vergrößern!Der Kleine Priel, der nordöstliche Eckpfeiler des Stodertals, steht ein wenig im Schatten seines „großen Bruders“. Freilich: Ohne Schutzhütte als Zwischenstation geht der Weg zu seinem kleinen Gipfelkreuz und seinem großen Panorama-Rundblick ganz schön in die Knochen.

Genießer wissen da etwas Besonderes: Am späten Nach-mittag aufsteigen, im Gipfelbereich biwakieren und frühmorgens den Sonnenaufgang genießen ...

Ansonsten ist es empfehlenswert, im Frühtau loszuziehen:
Auf der Brücke über die Steyr, nach der Markierung Nr. 269 bergwärts und am Prielergut vorbei. Auf der Forststraße
und dem bald rechts abzweigenden Pfad kommt man rasch
höher.

Zwei Forststraßen werden überquert, dann windet sich der Weg in zahllosen Kehren durch die steile Schneide der Prielerplan (Plantal) empor. An der Waldgrenze erreicht man den Sattel, hinter dem das oberste Schnablkar liegt.

Links auf den Kessenspitz, auf dem flachen, aber felsigen Südgrat zum Gipfelaufbau und zuletzt über das Geröll der Lahnerplan zum kleinen Kreuz auf dem höchsten Punkt.

Besonders interessant ist der Blick über den 8 km langen Prielgrat, der über mehrere schroffe Gipfel bis zum Großen Priel hinüberzieht. Abstieg auf der gleichen Route.

Stoderer Geschichte

Die Gebirgsdörfer Vorder- und Hinterstoder zählen zu den „alpinsten“ Tourismusgemeinden Oberösterreichs. Die Entwicklung des Alpinismus können Sie im Alpineum des Skiweltcup-Ortes Hinterstoder zurückverfolgen – dieses moderne Museum bietet den perfekten „Einstieg“ zu jeder Wanderung oder Bergtour über dem Stodertal.

Die legendärste davon ist wohl die Tour über das Salzsteigjoch zur Tauplitzalm, die schon jenseits des riesigen Karstplateaus des Toten Gebirges in der Steiermark liegt. Noch heute hört man die Geschichte von den „lutherischen Salzpaschern“.

Als die Stoderer Bauern dereinst protestantisch wurden, soll ihnen die katholische Obrigkeit kurzerhand die Versorgung mit dem lebens-wichtigen Salz verwehrt haben, um sie wieder zum rechten Glauben zu bewegen.

So holten sie sich das Würzmittel eben in finsterer Nacht vom Ausseerland herüber – über einen Sattel, der heute auf einem mit Stahlseilen gesicherten Felssteig erreichbar ist (vom Gasthof Baumschlagerreith bis zum Salzsteigjoch 2,5 h, weiter zum Linzer Tauplitzhaus 1,5 h).

Info: www.oberoesterreich.at/pyhrn.priel


Dieser Wanderweg wird Ihnen präsentiert von

Kompass Verlag
Lizenznr.: 18-0205-ILAB



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