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Der Salzkammerweg

Dem Welterbe auf der Spur

Der Salzkammerweg
Gehzeit:
vom Gasthaus Koppenrast zum Sommersbergsee 4 h (vom Bahnhof Bad Aussee 2 h), weiter nach St. Agatha 4–5 h,
auf dem Ostufer-Wanderweg nach Obertraun 3 h, von dort zum Gasthaus Koppenrast 1 h.

Charakter:
45,5 km langer, ebenso lehrwie abwechslungsreicher Rundweg für die ganze Familie, den man genussvoll in etwa drei Tagen erwandern kann (mit Hilfe von Eisenbahn, Bus und Schiff ist er auch in einzelnen Etappen zu „machen“).

Die Route verläuft meist auf schattigen Forstwegen und problemlosen Wanderpfaden; einige Passagen am Ostufer des Hallstätter Sees sind mit soliden Geländern abgesichert. Besonders interessant sind die originellen Hörstationen am Weg.

Ausgangs-/Endpunkt:
mehrere „Einstiegsmöglichkeiten – z. B. Gasthaus Koppenrast,
Bahnhof Bad Aussee, Tannenwirt, Altaussee- Kösselgrube, Flohwiesen, St. Agatha, Bahnhof Hallstatt, Obertraun. Wir beginnen unsere Beschreibung beim Gasthaus Koppenrast,
531 m.

Rastmöglichkeiten:

Gasthöfe in den Orten am Weg, Gasthof Sarsteinblick, Halleralm, Gasthaus Koppenrast, Jausenstationen am Hallstätter See und im Koppental.

Wanderinformation



Wegbeschreibung:
Diese Rundtour um den Hohen Sarstein ist seit 2004 als durchgehender Themenweg ausgestattet. Seine fünf Etappen:

der „Weg durch die Wildnis“ von der Koppenrast bei Obertraun bis zum Sommersbergsee, der „historische Salzweg“ bis Waldgraben, der „Römerweg“ bis Kriemoos, der „Goiserer Almweg“ bis Au, das „Welterbe“ über Obertraun bis zum Gasthaus Koppenrast.

Dort starten wir unsere Wanderung, indem wir zunächst auf dem „Weg durch die Wildnis“ zur Koppenbrüllerhöhle wandern. Davor biegen wir links ab, gehen unter einer Felswand vorbei und in den Talgrund hinab.

Dort durch einen alten Tunnel der Bahn, vorbei an der Bahnbau-Kapelle und neben der wilden Koppentraun zur Jausenstation Koppental. Weiter zum Rastplatz vor dem „Auslauf“ der Schneegraben-Lawine und zur Hängebrücke, jenseits in Serpentinen bergwärts und auf der Forststraße rechts in die Ortschaft Sarstein.

Hier empfieht sich der kurze Abstecher rechts zur Mostschänke „Sarsteinrast“. Wer die Tour in Bad Aussee beenden oder unterbrechen möchte, wandert von dort zum Austeg hinab und neben der Traun taleinwärts zum Bahnhof Bad Aussee.

Startet man die Wanderung auf dem Salzkammerweg dort, dann geht man in umgekehrter Richtung. Oberhalb der Mostschänke geht’s auf der asphaltierten Straße kurz Richtung Bad Aussee.

Bei der folgenden Wegteilung wandern wir links nach der Mountainbike-Beschilderung der „Dachsteinrunde“ auf einer Zufahrtsstraße, dann auf Wiesenwegen in den Wald hinauf. Nach einer Bachüberquerung kommen wir zu einem Wasserbehälter an einer Asphaltstraße, auf der wir links zum nahen Sommersbergsee marschieren.

Weiter zum Alpengarten und zum Gasthaus Tannenwirt neben der Pötschenpass-Straße. Hier wenden wir uns nach links und gehen auf einem Waldweg weiter, bis wir rechts wieder zur Straße hinabkommen.

Wir überqueren die Fahrbahn, marschieren auf dem Güterweg kurz zum Lupitschbach hinab und dann über Klaus in die Ortschaft Lichtersberg hinauf. Dort nach links, nach der Beschilderung zum Wasserfall und weiter durch den Wald zur Schlosswiese.

Hier lohnt sich der kurze Abstecher zur Ruine Pflindsberg (Aussichtsturm). Hier mündet auch der Zugangsweg von Altaussee ein. Wir folgen nun der Beschilderung „Via Salis“ und wandern auf der flachen Forststraße nach Westen durch das Langmoos, wo wir bei der Abzweigung der Via Salis geradeaus weitergehen.

So erreichen wir eine Kreuzung: nach rechts und gleich wieder links in die Siedlung Waldgraben. Hier zweigt rechts ein Waldweg ab, auf dem wir zu einem Pfad und über einen Steg zur Forststraße kommen.

Auf dieser links zu einer scharfen Linkskurve abwärts. Nun folgen wir rechts der Mountainbike- Beschilderung, berschreiten den Michelhallbach und erreichen eine weitere Forststraße, auf der wir unsere Tour Richtung Halleralm fortsetzen.

Nach ca. 600 m zweigen wir rechts auf einen markierten Waldpfad ab, der uns durch das Gebiet der verfallenen Oberleislingalm zu den Häusern auf der Flohwiesen leitet.

Auf der Asphaltstraße kurz rechts hinauf, dann links zur Steinhüttenalm und – unterhalb des Schwarzenbachloches (Abstecher auf dem „Toleranzweg“ zu dieser Karstquelle) – weiter zum Weg, der vom Hütteneck herunterführt.

Auf diesem links ins Kriemoos. Nun folgen wir dem Goiserer Almweg, und zwar auf der Straße in den Weiler Rehkogl und dort geradeaus über die Kreuzung. Im weiteren Abstieg erreichen wir die Siedlungen Kogl und Herndl, wo wir links abbiegen, um nach St. Agatha bei Bad Goisern hinunter-zuwandern.

Von der Kirche spazieren wir nun durch die Ortschaft Reitern zur Hauptstraße in Au. Der letzte Abschnitt des Salzkammerweges, den man auch im nahen Bad Goisern beginnen könnte, steht unter dem Motto „Welterbe“.

Wir gehen links einige Schritte neben der Straße dem Hallstätter See entgegen, schwenken kurz vor dem Bahnübergang (Zugang vom Bahnhof Steeg-Gosau) links auf die Arikoglstraße ein und folgen dem Ostufer- Wanderweg.

Dieser verläuft zunächst auf der asphaltierten Straße nach Obersee und dann auf einem Weg neben dem Hallstätter See bis zum Wanderwegstüberl (unterhalb der Bahnstation Obersee).

Dort wird er zum Pfad und klettert für ein kurzes Stück zum Schienenstrang hinauf. Beim letzten Bahnwärterhaus
passieren wir ein Drehkreuz; in der Folge geht’s im stetigen
Auf und Ab über dem Ufer zum Beginn der Holzstege, wobei
sich prachtvolle Blicke nach Hallstatt und zum Dachstein-gebirge eröffnen.

Unterhalb der großen Eisenbahnbrücke führt eine Hängebrücke nahe der tiefsten Stelle des Hallstätter Sees zur Bahnstation Hallstatt (Schiffsverbindung nach Hallstatt). Wir wandern auf einem breiteren Fahrweg über eine Anhöhe
hinter dem Schloss Grub und am ehemaligen Salzhafen vorbei
nach Obertraun.

Vorbei am Bahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen gelangt man zum Gemeindeplatz (Tourismusbüro, in der Nähe Gasthof Höllwirt und Café Schober). Ab hier folgen wir dem Themenweg Obertraun, und zwar auf dem „Höll-Karl-Weg“ über die Bahnlinie, am Sportplatz vorbei und auf der Köhlerbrücke über die Traun.

Links zum nahen Gasthof Dachsteinhof. Ab hier erreicht man in 15 Min. die Talstation der Dachstein-Seilbahnen, die Sie bequem zu den weltberühmten Dachsteinhöhlen und auf den Krippenstein bringen. Der Salzkammerweg folgt jedoch der Traun.

Vom Ebnersteg wandern wir in den Koppenwinkel,
wobei zwei Karstbäche überschritten werden (Kneipppfad). So gelangen wir ins Naturschutzgebiet mit der Koppenwinkel-lacke (Einkehrmöglichkeit in der Schlömmer- Almhütte). Zuletzt auf der Forststraße zum Gasthaus Koppenrast.

Die Goiserer

Auf einen echten Goiserer muss man lange warten. Dafür halten diese nach Maß gefertigten und doppelt genähten Lederschuhe auch 20 Jahre lang – so wie ihre geschmeidigen und mit handgeschmiedeten Nägeln beschlagenen Vorgänger.

Ein Goiserer Schuster soll sie erfunden haben, und zwar nach einem Sturz in eine Doline – sein steifes Schuhwerk hatte ihn bei der Rettung eher behindert. Dies kam auch Kaiser Franz Joseph zu Ohren: Der passionierte Jäger erschien bald zum Anmessen in Goisern.

Später trugen adelige Jagdgesellschaften ihre Goiserer in aller Welt. Noch heute bewahrt Rudolf Steflitsch- Hackl, der letzte Meister dieser Tradition, das zarte Leistenpaar der Kaiserin Elisabeth auf.

Mittlerweile trägt man die „Zwiegenähten“ jedoch nicht mehr auf den Bergen, sondern als zeitlos-modisches Accessoire auch in der Großstadt – individuell in Design, Schnitt und Farbe.

Info: www.goiserer.at


Dieser Wanderweg wird Ihnen präsentiert von

Kompass Verlag
Lizenznr.: 18-0205-ILAB



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