Der Soleleitungsweg
Eine Pipeline als Weltkulturerbe
Gehzeit: Gehzeit: Salzberg – Gosaumühle 1–1,5 h, nach Steeg 30 Min. (direkter Abstieg nach Hallstatt 45 Min.).
Charakter:
nicht besonders schwierige Bergab-Wanderung, kurze exponierte Stellen erfordern jedoch Trittsicherheit und
Schwindelfreiheit. Führungen durch das Salzbergwerk von Anfang Mai bis Mitte Oktober.
Ausgangs-/Endpunkt:
Hallstatt-Lahn, 511 m,
Parkplatz beim Busterminal. Kurz zur Talstation
der Standseilbahn und Auffahrt auf den
Hallstätter Salzberg, 855 m.
Rastmöglichkeiten:
Gasthof Rudolfsturm, Salzbergwerk-Kiosk,
Gasthof Gosaumühle.
Wanderinformation
Wegbeschreibung:
Da uns die Standseilbahn die Aufstiegsmühen weitgehend erspart, können wir dann noch ein Weilchen dem Salz folgen: 1595 wurde der Bau jener „Pipeline“ begonnen, durch welche die Sole, die Salzlauge aus dem Bergwerk, bis zum heutigen Tag in die 40 km entfernte Ebenseer Saline fließt.
Die Rohre wurden mitten durch eine Schlucht verlegt und über den Gosauzwang, ein kurioses, 43 m hohes Brückenbauwerk auf sieben Pfeilern, geführt. Wer auf diesem „thematischen Weitwanderweg“ hoch über dem Hallstätter See dahinwandert, kann das Rauschen in der Soleleitung da und dort sogar hören. Die Bergstation der Standseilbahn liegt am Beginn des Salzberg-Hochtals:
Links führt ein sehr steiler Weg zum nahen Schaubergwerk, rechts geht’s um Rudolfsturm hinauf (Traumblick auf Hallstatt). Der Soleleitungsweg (Nr. 601) zieht geradeaus über viele Stufen zum Mühlbach hinunter.
Auf gut abgesicherten Treppen und Stegen steigt man durch die Höllschlucht in den steilen Hallstätter Bannwald ab.
Rechts gäbe es einen direkten Weg in den Markt hinunter – der Soleleitungsweg führt jedoch sanft abfallend weiter nach Norden durch die Steilflanken der Steingrabenschneid, überquert mehrere Gräben und erreicht schließlich den Gosauzwang, die hohe Brücke über den Gosaubach (davor und danach kann man zur Straße in der Nähe des Gasthofs Gosaumühle absteigen).
Der folgende Abschnitt des Soleleitungswegs wurde stellenweise aus den Felsen herausgeschlagen und führt durch die steile Flanke des Ramsauer Gebirges dahin. Kurz vor dem Kraftwerk können wir rechts nach Steeg absteigen. Unten auf der Straße gelangt man rechts zur Schiffs-anlegestelle, links – über die Traunbrücke – geht’s dagegen zum nahen Bahnhof Steeg-Gosau.
Welterbe Hallstatt
Seit Dezember 1997 ist die Region um den Dachstein und den Hallstätter See in der Liste des UNESCO-Welterbes vertreten. Nach der Begründung des Welterbe-Komitees handelt es sich dabei „um ein außergewöhnliches Beispiel einer Naturlandschaft von einzigartiger Schönheit und besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, die auch Zeugnis von der frühen und kontinuierlichen menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Tätigkeit ablegt“.
Damit steht das Innere Salzkammergut in einer Reihe mit 522 Highlights wie den Pyramiden von Giseh, Pompei oder der Großen Mauer von China.
Info: www.hallstatt.net, www.unesco.at
Lizenznr.: 18-0205-ILAB
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