Der Kleinen Mühl entlang
Ohne Müh durchs „Mugelland“
Ausgangspunkt: Ottensheim, 270 m, Bahnhof. Mit der Mühlkreisbahn (Linie 14 b)
nach Rohrbach, 605 m.
Charakter:
einfache Radwanderung, großteils auf nur mäßig stark befahrenen Straßen und asphaltierten Radwegen.
Strecke:
nach Obermühl 16 km, auf dem Donauradweg bis Ottensheim 35 km (kürzere Variante bis Eferding 27 km).
Höhenunterschied:
wenige kurze Anstiege, 350 m Abfahrt und ein langer flacher Abschnitt.
Einkehr:
Gasthöfe in allen Orten und am Donauradweg.
Radwanderinformationen
Wegbeschreibung:
Natürlich gibt es viele Mühlen im Mühlviertel. Seinen Namen hat das Land nördlich der Donau aber nicht von ihnen – und auch nur indirekt von seinen drei Flüssen, die „Mühl“ heißen. Ein Blick ins benachbarte Bayern hilft Etymologen auf die Spur, denn die Quellbäche der Großen Mühl sind dort als Großer und Kleiner Michelbach bekannt.
Der „Michel“ blickt auf die gleiche alt und mittelhochdeutsche Wortwurzel wie der „Mugel“, den das Wörterbuch zur oberösterreichischen Volksmundart als Hügel oder kleine Anhöhe definiert. Und davon gibt es im „Michelland“ – so hieß das Mühlviertel früher tatsächlich – wirklich mehr als genug!
Hügel und Radfahren? Doch, doch, man muss nur mit der Bahn hinauffahren und dann die richtige Strecke wählen. Eine ganz besonders schöne beginnt in der Bezirksstadt Rohrbach: Zunächst radelt man vom Bahnhof ins Stadtzentrum mit der Dreifaltigkeitssäule und zweigt dort rechts, nach Südosten
Richtung Sarleinsbach ab.
Hinter der Umfahrungsstraße verlangt Ihnen die Anhöhe von Lanzersdorf die einzigen Bergauf-Schweißtropfen ab. Dann geht’s fast nur mehr talwärts oder eben dahin. Unterwegs sehen Sie das Schloss Götzendorf, das alte Gasthaus in Sprinzenstein, die grünen Auen der Kleinen Mühl, die Ortstafeln eines Dorfes namens Hühnergeschrei, eine Riesenbrücke über das Tal, alte Mühlen und E-Werke, die alte Papierfabrik bei Obermühl, den Donau- Bootshafen und den Getreidespeicher aus dem Jahre 1618.
Nun haben Sie bereits 240 Höhenmeter hinter und die Überfahrt mit der Donaufähre vor sich. Am jenseitigen Ufer mischen Sie sich unter die Donauradwegfans und strampeln neben dem Strom talaus – „abwärts“ wäre übertrieben, den bis zum Kraftwerk Aschach zeigt sich die Donau als stiller Stausee. Über
dem jenseitigen Ufer erscheint die Burg Neuhaus bei Untermühl.
Unterhalb davon ist übrigens der Kettenturm zu sehen, der einst – sehr zum Leidwesen der Schiffsleut’ – der Arbeitsplatz räuberischer Ritter war. Am Ende des romantischen Durchbruchstals empfängt Sie der Markt Aschach mit seinen hübschen Bürgerhäusern. Über dem anderen Donauufer steht das Faustschlössl, in dem der sagenhafte Arzt (er lebte um 1480–1540) wüst mit dem Teufel gehaust haben soll.
Hier müssen Sie nun entscheiden, ob Sie nun links oder rechts der Donau durch schattigen Auwald und zwischen fruchtbaren Feldern weiterradeln: Links finden Sie einen Badesee und die kleine, aber sehr sehenswerte Kirche von Pesenbach, rechts können Sie einen Abstecher ins historische Städtchen Eferding
„anhängen“.
Ein Tipp für alle, die schon von Linz mit der Bahn nach Ottensheim angereist sind: Man kann im Bahnhof Eferding in die gleichnamige elektrische Bahn einsteigen und sich durch das grüne „Gemüseparadies“ des Eferdinger Landls „zurückschaukeln“ lassen.
Natürlich gibt es viele Mühlen im Mühlviertel. Seinen Namen hat das Land nördlich der Donau aber nicht von ihnen – und auch nur indirekt von seinen drei Flüssen, die „Mühl“ heißen. Ein Blick ins benachbarte Bayern hilft Etymologen auf die Spur, denn die Quellbäche der Großen Mühl sind dort als Großer und Kleiner Michelbach bekannt.
Der „Michel“ blickt auf die gleiche alt und mittelhochdeutsche Wortwurzel wie der „Mugel“, den das Wörterbuch zur oberösterreichischen Volksmundart als Hügel oder kleine Anhöhe definiert. Und davon gibt es im „Michelland“ – so hieß das Mühlviertel früher tatsächlich – wirklich mehr als genug!
Hügel und Radfahren? Doch, doch, man muss nur mit der Bahn hinauffahren und dann die richtige Strecke wählen. Eine ganz besonders schöne beginnt in der Bezirksstadt Rohrbach: Zunächst radelt man vom Bahnhof ins Stadtzentrum mit der Dreifaltigkeitssäule und zweigt dort rechts, nach Südosten
Richtung Sarleinsbach ab.
Hinter der Umfahrungsstraße verlangt Ihnen die Anhöhe von Lanzersdorf die einzigen Bergauf-Schweißtropfen ab. Dann geht’s fast nur mehr talwärts oder eben dahin. Unterwegs sehen Sie das Schloss Götzendorf, das alte Gasthaus in Sprinzenstein, die grünen Auen der Kleinen Mühl, die Ortstafeln eines Dorfes namens Hühnergeschrei, eine Riesenbrücke über das Tal, alte Mühlen und E-Werke, die alte Papierfabrik bei Obermühl, den Donau- Bootshafen und den Getreidespeicher aus dem Jahre 1618.
Nun haben Sie bereits 240 Höhenmeter hinter und die Überfahrt mit der Donaufähre vor sich. Am jenseitigen Ufer mischen Sie sich unter die Donauradwegfans und strampeln neben dem Strom talaus – „abwärts“ wäre übertrieben, den bis zum Kraftwerk Aschach zeigt sich die Donau als stiller Stausee. Über
dem jenseitigen Ufer erscheint die Burg Neuhaus bei Untermühl.
Unterhalb davon ist übrigens der Kettenturm zu sehen, der einst – sehr zum Leidwesen der Schiffsleut’ – der Arbeitsplatz räuberischer Ritter war. Am Ende des romantischen Durchbruchstals empfängt Sie der Markt Aschach mit seinen hübschen Bürgerhäusern. Über dem anderen Donauufer steht das Faustschlössl, in dem der sagenhafte Arzt (er lebte um 1480–1540) wüst mit dem Teufel gehaust haben soll.
Hier müssen Sie nun entscheiden, ob Sie nun links oder rechts der Donau durch schattigen Auwald und zwischen fruchtbaren Feldern weiterradeln: Links finden Sie einen Badesee und die kleine, aber sehr sehenswerte Kirche von Pesenbach, rechts können Sie einen Abstecher ins historische Städtchen Eferding
„anhängen“.
Ein Tipp für alle, die schon von Linz mit der Bahn nach Ottensheim angereist sind: Man kann im Bahnhof Eferding in die gleichnamige elektrische Bahn einsteigen und sich durch das grüne „Gemüseparadies“ des Eferdinger Landls „zurückschaukeln“ lassen.
Lizenznr.: 18-0205-ILAB








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