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Am Fuße des Traunsteins

Das „Amalfi der Alpen“

Am Fuße des Traunsteins Ausgangspunkt:
Gmunden, 440 m, Seebahnhof im Ortsteil Weyer. Zufahrt mit der
Westbahn bis Lambach, weiter mit der Vorchdorfer Lokalbahn. Oder ab Attnang-Puchheim mit der Salzkammergutbahn (Linie 17) bis zum Bahnhof Gmunden, dann mit dem Rad durch das Stadtzentrum.

Charakter:
Kurze, einfache und ebene Radtour mit drei unterschiedlich langen Wandermöglichkeiten, die jedoch alle Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern.

Strecke:
Gmunden – Ende der öffentlich befahrbaren Straße 5,5 km, Rückweg 5,5 km (eventuell ab Hois’n per Schiff).

Wanderung:
Rundweg durch die Kaltenbachwildnis 1,5–2 h, Miesweg und retour 1,5–2 h, auf den Schönberg 1,5–2 h, Rückweg
1–1,5 h.

Höhenunterschied:
Radtour fast eben, Wanderungen zwischen 100 m (Miesweg) und 500 m (Schönberg).

Einkehr:
die Gasthöfe Grünberg, Ramsau und Hois’n, Sepp-Stahrl-Herberge, Jausenstation Moaristidl.

Radwanderinformationen

Wegbeschreibung:
Bei diesem Tourenvorschlag am Fuße des mächtigen Traunsteins steht das Wandererlebnis im V Vordergrund – der kurze Drahteselritt neben dem Traunsee ist nur eine vergnügliche Möglichkeit der umweltfreundlichen Anreise. Zum ersten Zwischenstopp verlockt der Rundweg in die romantische Kaltenbachwildnis.

Darunter darf man sich keinen Urwald vorstellen; es handelt sich vielmehr um eine wilde Schlucht. Wir stellen das Rad beim Gasthof Hois’n ab, folgen der Traunsteinstraße zu Fuß ca. 500 m nach Süden und biegen dann links auf den Hans-Hernler-Steig ab. Serpentinen führen durch den Hochwald
hinauf; eine Forststraße wird überschritten. Unterhalb der Felsen zweigen wir links ab und erklimmen
einen Graskamm, auf dem eine kleine Hütte steht. Jenseits geht’s über Stufen (Sicherungen) in die Schlucht hinunter (versteckter Abstecher zu einem Wasserfall). Durch einen Tunnel, über Brücke
und unter einem Steinschlagdach gelangen wir zu einer Forststraße, auf der wir links hinabgehen.

Kurz darauf zweigt rechts ein breiter, zuletzt asphaltierter Waldweg ab, der zum Hois’n hinunterführt.
Wir treten wieder in die Pedale – diesmal bis zum Parkplatz am Ende der öffentlich befahrbaren Straße.
Die folgende Forststraße ist auch für Biker gesperrt, also streben wir per pedes dem ersten Tunnelportal unter den Felsabstürzen des Traunsteins entgegen. Davor beginnt rechts der Miesweg mit einem kurzen Aufstieg über eine Kuppe. Dahinter führen mit Stahlseilen und Geländern gesicherte
Stufen und Stege knapp über dem Traunsee mitten durch die Uferwände – im Hochsommer erinnert
die Landschaft fast an die Steilküs-te des Mittelmeeres. Von der (meist trockenen) Mündungsstufe des Lainaubaches geht’s in steilen Serpentinen zur Fortstraße hinauf. Auf dieser links über die Brücke und
durch die Tunnels zum Rad-Parkplatz zurück.
Das dritte, exklusivste und auch anspruchsvollste Wanderziel erreicht man ebenfalls auf dieser Forststraße; man geht aber am besten gleich durch die beiden Tunnels zur Lainaubrücke. Südlich des tief eingeschnittenen Tals erhebt sich der 894 m hohe Schönberg – eine exklusive Aussichtsloge zwischen Traunsee und Traunstein. Gemütliche wandern auf der Forststraße bis zur Abzweigung vor der Mairalm hinauf, biegen dort rechts ab und gelangen im sanften Anstieg in den Sattel zwischen Schönberg und Jochkogel („Ranzen“). Von dort steigt man rechts auf Pfadspuren über den Waldrücken an und in eine Senke hinab. In der Folge weicht man einigen Felstürmen in der rechten Flanke aus (Stahlseile) und klettert zum überraschend luftigen Gipfelkreuz. Der Tiefblick ist wirklich einmalig! Eine schnellere Aufstiegsmöglichkeit bietet der markierte Pfad, der bei einem Wegweiser rechts von der Forststraße im Lainautal abzweigt. Er schlängelt sich zu einer Lichtung empor und zieht dann durch eine enorm steile, mit Felsen gespickte Flanke auf den Schönberg-Rücken hinauf.

Für den Abstieg wählt man neuerlich zwischen diesen beiden Möglichkeiten. Zuletzt geht es wieder im Radl-Sattel zum Ausgangspunkt zurück. Oder – Feinspitze aufgepasst! – an Deck eines Traunseeschiffes ...


Dieser Radwanderweg wird Ihnen präsentiert von

Kompass Verlag
Lizenznr.: 18-0205-ILAB