Zum Pießling-Ursprung
... und ein Abstecher zum Gleinkersee

2,5–3 h.
Charakter:
einfache Wanderung für die
ganze Familie.
Ausgangs-/Endpunkt:
Roßleithen, 706 m.
Rastmöglichkeiten:
Gasthöfe in Roßleithen und am Gleinkersee.
Wanderinformation
Wegbeschreibung:
Bis zu 2000 l Wasser entströmen Oberösterreichs größter Karstquelle pro Sekunde – Wasser, das hoch droben im Warscheneckmassiv versickert.
Nach seiner Reise durch das Berginnere ist es natürlich viel zu kalt zum Baden – also wandern wir noch ein Stück zu einem weiteren Wasser- Wunder. Doch der Reihe nach: Zunächst gehen wir vom Sensenwerk in Roßleithen neben den Werksgebäuden und der Kraftwerksrohrleitung taleinwärts.
Das Werk wurde 1584 erstmals urkundlich erwähnt und arbeitet – als letztes in Österreich – bis heute in der Tradition der „Schwarzen Grafen“, wie die Hammerherren einst genannt wurden.
Vorbei an der Stummermühle erreichen wir nach kurzem Anstieg den Pießling-Ursprung – wie der Quelltopf unter der Felswand „funktioniert“, erklärt eine Tafel.
Etwa 400 m unterhalb zweigt links ein Wanderweg Richtung Gleinkersee ab: Wir übersetzen die Pießling auf einem Steg und steigen zu einer Straße an, der wir über die Wiesen (Skilift) bergauf folgen.
Zuletzt geht’s auf einem Schotterweg zum Gasthof Tommerl. Unter dem Gastgarten glitzert schon der Gleinkersee, zu dem wir kurz hinabwandern. Die Umrundung auf dem Uferweg lohnt sich auf jeden Fall; ein Sprung ins kühle Nass bringt Erfrischung zur „Halbzeit“ unserer Tour.
Vom Seegasthaus am Nordufer spazieren wir dann über den Parkplatz und kurz auf der Zufahrtsstraße bergab. Vor den ersten Häusern zweigen wir links ab, wandern zum Seebach hinab und folgen seinem Lauf, bis er rechts einen schmalen Durchbruch durch den bewaldeten Moränenwall schafft.
Bei der dortigen Wegkreuzung gehen wir geradeaus
weiter und wandern neben einem weiteren Wasserlauf zum Ausgangspunkt zurück.
Lärchen & Zirben
Es lohnt sich auch die „Expedition“ in jenes Gebiet, aus dem viel Wasser für Teichl und Pießling stammt: Im Süden des Warschenecks breitet sich eine große Hochfläche bis zum 2114 m hohen Angerkogel aus.
Ihr oberster Bereich ist wüstenhaft öd, weite Teile davon sind jedoch von urigen Lärchen und jahrhundertealten Zirben bewachsen. Durch diesen zauberhaften Fast-Urwald führt der markierte Pfad 218 von der Wurzeralm zur Luckerhütte, einer offenen Unterstandshütte – von dort ersteigt man links den Angerkogel (ca. 3 h, Rückweg 2,5 h).
Wer will, dann von der Luckerhütte zur Hoch-mölbinghütte (ab Wurzeralm ca. 5 h) wandern; von dort gelangt man über die Türken-karscharte nach Hinterstoder hinüber (3,5–4 h).
Lizenznr.: 18-0205-ILAB
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