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Der Weg der Wallfahrer

Wo Wolfgang sein Hackl warf

Der Weg der Wallfahrer
Gehzeit:
nach Fürberg knapp 1 h, weiter
nach Ried 1 h, nach St. Wolfgang 45 Min.
Abstecher zum Ochsenkreuz zusätzlich 1 h,
zum „Scheffelblick“ bzw. zum „Aberseeblick“
ca. 30 Min. länger.

Charakter:
romantische Wanderung auf einfachen
Wegen – die Abstecher erfordern jedoch
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Vorsicht bei Nässe!

Ausgangs-/Endpunkt:
St. Gilgen, 545 m. Rückfahrt von St. Wolfgang per Schiff.

Rastmöglichkeiten:

in St. Gilgen und St. Wolfgang, Gasthof Fürberg.

Wanderinformation

Hinter der senkrechten Wand des Falkensteins am Fuße des Schafberges hat, so erzählt es jedenfalls die Legende, der heilige Wolfgang als Einsiedler gelebt. Hier soll er seine Hacke weggeschleudert haben, um den Bauplatz der Kirche von St. Wolfgang zu bestimmen.

In 4 km Entfernung landete das Wurfgeschoss, genau dort, wo das heutige Gotteshaus steht. Es entwikkelte sich im Mittelalter neben Rom und Santiago de Compostela zu einem der wichtigsten Wallfahrtsziele Europas. Die meisten Pilger kamen über den Falkenstein.

Auf dem Weg dorthin findet man noch die Steine, die sie zur Buße für ihre Sünden heraufschleppten, aber auch die Falkensteinkirche, die über einem „Durchkriechstein“ in der Felswand erbaut wurde, und Schalensteine, die man als Spuren des Heiligen und des Teufels deutete.

All diese Relikte einer „heidnischen“ Glaubenswelt werden auf Thementafeln erläutert. Von der Pfarrkirche in St. Gilgen geht man über den Streicherplatz und rechts auf die Mondseer Straße zum Wolfgangsee. Nach der Markierung 28 gelangt man in den Ortsteil Brunnwinkel.

Dort nach rechts, auf der idyllischen, stellenweise aus dem Fels geschlagenen und mit Geländern gesicherten Uferpromenade zum Gasthof Fürberg. Weiter dem See entlang, bis sich 200 m nach der Einmündung der Zufahrtsstraße der Weg teilt:

Rechts empfiehlt sich der Abstecher auf dem stellenweise schmalen und ausgesetzten Rundweg (Nr. 19) zum Hochzeits- und zum Ochsenkreuz, einer Kapelle auf einer winzigen Felsinsel. Links beginnt dagegen der Kreuzweg, der durch einen steilen Waldgraben zur Falkensteinkirche hinaufführt (Markierung 28).

Vor der unteren Kapelle zweigt rechts ein schmaler, ebenfalls bezeichneter Pfad zum hoch über dem See gelegenen „Scheffelblick“ ab, der bei der Quellkapelle nahe der Falkensteinkirche wieder den breiten Falkensteinweg erreicht.

Dieser führt über einen felsigen Sattel, bei dem zwei weitere Kapellen stehen (Abzweigung zum exponierten „Aberseeblick“). Vorbei an einem Wasserfall und an einem Bildstock geht’s zur Ortschaft Ried hinunter. Man folgt der Uferstraße nach links und wandert dann auf der bergwärts abzweigenden Riedstraße zur Wallfahrtskirche St. Wolfgang.

Dieser Wanderweg wird Ihnen präsentiert von

Kompass Verlag
Lizenznr.: 18-0205-ILAB